02.06.2019 19:29
Profis, Bundesliga, SK Sturm Graz, Spielbericht

Bitter: Auswärtssieg bei Sturm reichte nicht

Mit dem Ziel, bei Sturm zu siegen war Rapid nach Graz gekommen.

Die Vorzeichen vor dem Saison-Abschluss waren klar, die Rollen verteilt: Unsere Mannschaft würde auswärts im Play Off-Rückspiel bei Sturm Graz einen Sieg mit zumindest zwei Toren Unterschied benötigen, um den anvisierten Europacup-Platz noch zu erreichen. Nach dem 1:2 im Hinspiel vom vergangenen Donnerstag lag also der Vorteil vom Resultat her zunächst beim Gastgeber. Aber diesen Rückstand zu egalisieren sollte zwar herausfordernd, aber keineswegs unmöglich werden.

Kurzfristig ausgefallen war Mario Sonnleitner nach dem Spiel vom Donnerstag, leider steht unserem Innenverteidiger eine längere Pause bevor. Statt ihm rückte Max Hofmann wieder in die Startelf, die sonst auch mit der vollen Offensiv-Power auftrat: Auf den Seiten der vorgezogene Boli Bolingoli und Andrei Ivan, mittig Thomas Murg und vorne Aliou Badji. Grün-Weiß musste also von der ersten Minute an alles geben und offensiv wirken, um zunächst mal den Rückstand aufzuholen. Und setzte die Gastgeber meist auch unter Druck, die Spielvorteile lagen klar bei uns. Nach einer Viertelstunde stellte sich die erste wirklich gute Chance ein: Einen Eckball von Murg verlängerte Christopher Dibon per Kopf auf Badji, der aus kurzer Distanz den Querschläger nicht aufs Gehäuse bringen konnte. Oder, als nach einem Konter Murg auf Bolingoli durchsteckte, dessen wuchtiger Schuss von Siebenhandl aber über das Gehäuse gedreht wurde (30.). Auch ein Ivan-Versuch aus spitzem Winkel wurde vom Grazer Schlussmann pariert (33.).

Rapid probierte es viel mit Angriffen über die Seiten und Flanken, aber meist ohne Abnehmer, ohne sich daraus ergebende Chance. In dieser Phase nützte man die Unsicherheiten der Gastgeber zu wenig aus, die in der Offensive, bis auf einen Kiteshvili-Schuss (42., von Goalie Richi Strebinger problemlos pariert), kaum etwas boten. Der absolut verdiente Führungstreffer, der sich irgendwie auch abgezeichnet hatte, gelang noch vor der Pause: Eine Flanke von Stefan Schwab zog an Badji zunächst vorbei, der dahinter postierte Spendlhofer lenkte den Ball aber mit der Schulter ins eigene Netz - 0:1 (43.)!!

 

Unsere Mannschaft dominierte im zweiten Play Off, erreichte den EC-Platz aber nicht.

Unsere Mannschaft sollte aber auch in Halbzeit Zwei dominieren, aber immer mit Blick auf die Spieluhr. Man drängte und machte es gut: Nach Murg-Rücklage nach einer Ecke kam der Ball zu Schwab, dessen Schuss kontrovers von Sturm-Spieler Eze mit dem Arm abgeblockt wurde – Schiedsrichter Schörgenhofer gab aber nur Eckball, statt Elfmeter (57.). Im Gegenzug kam der lauffreudige Kiteshvili zu einem Schuss nach Konterangriff, den Strebinger hielt – wichtig (64.). Christoph Knasmüllner, Phillip Schobesberger und Andrija Pavlovic kamen nach und nach und wir machten weiter Druck, wie bei einem Schwab-Dropkick, den Siebenhandl aus der Ecke fischte (72.). Vor der Rapid-Viertelstunde meldete sich plötzlich wieder der Gastgeber: Einen Huspek-Schuss wehrte unser Goalie Strebinger aber ebenso ab (74.), wie eine Eze-Hundertprozentige nach einem Stanglpass - sensationelle Parade (75.)!!

In der Schlussphase warf Grün-Weiß nochmal alles nach vorne, probierte es mit Schüssen, wie von Schobesberger, Flanken oder Passes. Aber der Schlusspfiff ertönte und damit war klar: Rapid hatte zwar gewonnen, den letzten Europacup-Platz aber verfehlt. Das ist bitter und wird nun seine Zeit benötigen, um darüber hinwegzukommen.

(gub)

 

tipico Bundesliga, Play Off-Rückspiel:
SK Sturm - SK Rapid 0:1 (0:1)
Merkur Arena, 9.315 Zuschauer, SR Schörgenhofer

Tor: 0:1 Spendlhofer (43., Eigentor);

SK Sturm Graz: Siebenhandl – Koch, Lackner, Spendlhofer, Mensah – Dominguez – Hierländer, Ljubic, Kiteishvili (87./Schrammel), Jantscher (73./Huspek) – Pink (54./Eze);

SK Rapid: Strebinger – Müldür (66./Schobesberger), Dibon, Hofmann, Auer – Grahovac, Schwab – Ivan (59./Knasmüllner), Murg, Bolingoli – Badji (73./Pavlovic);

Gelbe Karten: Ljubic; Bolingoli;

 

Die Pressekonferenz nach dem Spiel

 

Stefan Schwab nach der Partie